Gemeindeleben – Update

In diesen Tagen sind von politischer Seite Lockerungen im Blick auf den Umgang mit der Corona-Pandemie auf den Weg gebracht worden; allerdings bleiben die grundlegenden Kontaktbeschränkungen bis Anfang Juni bestehen. Zu den Lockerungen gehört auch, dass es uns grundsätzlich wieder möglich ist, in unseren Kirchen Gottesdienste zu feiern. Aber es gelten zum Schutz der Gottesdienstbesucher zur Zeit noch viele Regelungen, die sich sehr spürbar auf die Gottesdienstfeier auswirken, z.B. festgelegte Besucherzahlen je nach Kirchengröße, Mindestabstand bei den Sitzplätzen, Desinfektions- und Mundschutzpflicht sowie der Verzicht auf Gesang. Nach sorgfältiger Abwägung aller Überlegungen hat unser Presbyterium beschlossen, dass unter diesen Bedingungen bis Ende Mai in unseren zehn Kirchen noch keine Gottesdienste gefeiert werden.

Aber ab dem 16. Mai werden wir unsere Kirchen zur stillen Einkehr öffnen:
samstags in Leideneck: 17.00-19.00 Uhr,
sonntags in Bell: 10.30-12.00 Uhr,
montags in Bubach: 14.30-16.00 Uhr und in Roth: 17.00-19.00 Uhr,
dienstags in Riegenroth: 9.30-11.00 Uhr und in Gödenroth: 17.00-19.00 Uhr,
mittwochs in Heyweiler: 17.00-19.00 Uhr und in Horn: 17.00-19.00 Uhr,
donnerstags in Uhler: 18.30-20.00 Uhr,
freitags in Laubach: 17.00-19.00 Uhr.

Und es bleibt dabei: Jeden Sonntag um 10.00 Uhr läuten unsere Glocken. Wir sind weiterhin eingeladen, jeder zuhause und doch miteinander verbunden, Gottesdienst zu feiern. Hier auf unserer Homepage bekommen Sie zu den Sonn- und Feiertagen Anregungen für einen solchen „Gottesdienst gleichzeitig“, die wir auch gerne als Mail oder Brief verschicken – bei Interesse für sich selbst oder für andere melden Sie sich bitte bei der Pfarrerin Ihres Seelsorgebereichs.
Auch auf der Website unseres Kirchenkreises (https://simtra.ekir.de/index.php?id=3) wird zu allen Sonn- und Feiertagen ein gottesdienstliches Angebot für zuhause veröffentlicht.

Auch die Kollekten leiden unter den Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie. Wenn Sie für die Projekte eines Sonntags spenden möchten – die jeweils aktuellen Informationen dazu finden Sie hier auf der Homepage und in den Mitteilungsblättern.

Beerdigungen können weiterhin nur im engsten Familienkreis und nur am Grab (nicht in oder an Friedhofshallen, Kapellen und Kirchen) stattfinden. Ein Trauerzug durchs Dorf oder auf dem Friedhof ist nicht möglich. Es gelten die Vorgaben des Landes Rheinland-Pfalz bzw. des Rhein-Hunsrück- Kreises sowie der Verbandsgemeinden.

Die Konfirmationen 2020 haben wir auf die Zeit nach den Sommerferien verschoben: Die Gottesdienste sind jetzt für den 13.09.2020 in Bell und Horn sowie für den 20.09.2020 in Gödenroth und Uhler geplant.

Die Jubiläumskonfirmationen 2020 haben wir abgesagt und auf das kommende Jahr verschoben; nur für die Feier in Bell wird, wenn möglich, ein Ersatztermin in diesem Herbst gesucht.

Unser Gemeindebüro in Kastellaun und auch das Kreiskirchenamt sind bis auf weiteres für jeglichen Publikumsverkehr geschlossen. Wir bitten um Kontaktaufnahme per Telefon oder E-Mail. Alles Nötige kann dann abgesprochen werden.

Unsere Bücherei in Horn (Schölerheim) öffnet wieder. Es gelten die üblichen Hygieneauflagen (Mundschutz, Desinfektion und Abstandsregelung). Los geht’s am Donnerstag, dem 14. Mai, von 18.00 Uhr bis 19.15 Uhr. An Christi Himmelfahrt und an Fronleichnam bleibt die Bücherei geschlossen; ansonsten gibt es jetzt wieder regelmäßig Lesefutter zur gewohnten Zeit.
Der „Backesschmöker“ in Bell bleibt bis auf weiteres für die Öffentlichkeit geschlossen, versorgt Sie aber weiterhin mit guten Büchern für sich oder Ihre Kinder. Bei Bedarf können Sie sich gerne mit Andrea Müller in Verbindung setzen (0151/70019022).

Alle sonstigen Veranstaltungen, Gruppen, Kreise und Treffen in unserer Kirchengemeinde fallen weiterhin aus.

Aber, nicht zuletzt:
Ihre Pfarrerinnen Frauke Flöth-Paulus (06762/73 44 bzw. frauke.floeth-paulus@ekir.de) und Ortrun Hillebrand (06766/9 88 98 33 bzw. ortrun.hillebrand@ekir.de) sind und bleiben gerne ansprechbar, per Telefon oder per Mail. Machen Sie davon Gebrauch, wenn Sie ein seelsorgliches Gespräch wünschen oder wenn Sie Unterstützung beim Einkauf oder anderen Besorgungen brauchen.

Bleiben Sie behütet und möglichst guten Mutes –
Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht,
sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.

(2. Timotheus 1,7)

Hilfe für Botswana

In der gegenwärtigen weltweiten Krise schauen manche von Ihnen sicher auch auf die Karte des Südlichen Afrika und fragen sich, was wohl unsere kirchlichen Partner in Botswana machen in der Krise, wie es ihnen geht und ob man ihnen helfen kann…

Die Zahlen, die man für Botswana liest, erscheinen geringfügig, verglichen mit den Zahlen in Europa. Es gibt dort heute 23 bestätigte Covid -19 Fälle, bisher 1 Todesfall. Die Infektionen werden von Reisenden eingeschleppt und sind bisher vor allem in den Zentren aufgetreten. Trotzdem ist das ganze Land seit dem 2. April unter Lockdown, was weitaus strenger gehandhabt wird als bei uns. Jegliche Bewegungsfreiheit ist eingeschränkt, für Reisen braucht man eine polizeiliche Genehmigung, auch z.B. wenn man einkaufen oder nur die Gasflasche austauschen will. Die vielen Menschen, die von Gelegenheitsarbeit leben, vom Verkauf kleiner Handarbeiten oder Süßigkeiten haben keinerlei Einkommen mehr. Die Menschen ziehen sich wenn möglich auf ihre Farmen zurück und kümmern sich um ihr Vieh, aber verkaufen können sie nichts. Die Ersparnisse sind längst aufgebraucht, und oft kommen auch die Wohlhabenderen, die ein Bankkonto haben, noch nicht einmal zur Bank.

Der Staat verteilt Lebensmittelpakete durch Regierungsmitarbeiter die über Land fahren, aber sie lassen oft lange auf sich warten. Finanzhilfen gibt es nicht. Schwierig ist auch die Kommunikation: wenn die Menschen ihre Prepaid Handys nicht mehr nachladen können gibt es auch wenig Information und Austausch.

Ich bewundere trotzdem ihren Optimismus und den Zusammenhalt innerhalb der Kirche. Die Superintendentin (Dean) Onalenna Kaartze verschickt alle paar Tage „Words of Encouragement“ an ihre Gemeindeglieder und alle die sie erreichen kann: eine kleine digitale Andacht mit Musik und Bildern, richtig gut gemacht!

Wir haben den Partnern unsere Hilfe zugesichert, es soll zumindest dafür gesorgt werden, dass die Menschen nicht hungern müssen.

Hilfspaket für drei Personen für einen Monat

Mathildah Jagter, Superintendentin im Südlichen Kirchenkreis hat schon am Wochenende 2./ 3. Mai einige Ortschaften besucht und Lebensmittelpakete für die Ärmsten verteilen. Sie nimmt dafür jetzt das Geld, was wir ihnen eigentlich für die Anschaffung eines Zeltes gerade überwiesen hatten.
Sie schreibt: „He is so thankful for the help from our Church. He said that the hand that gives or shares is more blessed than the one that receives…
Die Hilfen werden auch an Menschen ausgeteilt, die nicht zur ELCB (Evangelisch Lutherischen Kirche Botswanas) gehören.

Mathilda Jagter am 2. Mai bei der Verteilung eines Hilfspakets

Mit den 1000€ aus unserer letzten Botswana-Kollekte, das entspricht etwa 11.000 Pula, kommt Mathildah nicht weit, denn sie will noch andere Dörfer besuchen und dort auch Lebensmittelpakete für die notleidenden Familien verteilen.

Wir würden gerne schnell mit weiteren 3000€ helfen. Die beiden Superintendentinnen regeln die Verteilung und ehrenamtliche Mitarbeiter stehen ihnen zur Seite. Helfen Sie uns mit, diese Summe aufzubringen und den Partnern in der Kalahari und an der Grenze Südafrikas Hilfen in der Krise zu ermöglichen!

Bitte überweisen Sie ihre Hilfe auf das Konto des Kirchenkreises Simmern-Trarbach (IBAN DE71 5605 1790 0011 2309 27) mit dem Stichwort „Covid 19 Hilfe Botswana“. Sie erhalten eine Spendenbescheinigung.

Über vielfache Hilfe aus allen Regionen unseres Kirchenkreises würden wir uns sehr freuen.

Mit dankbaren Grüßen

Beate Jöst (Ausschuss für Mission und Ökumene)
Hajo Hermes (Superintendent)