Kirchengemeinde tritt Seenotrettungsbündnis bei

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Kirchengemeinde Zehn Türme tritt Seenotrettungsbündnis bei

Die evangelische Kirchengemeinde Zehn Türme ist dem Seenotrettungsbündnis „United4 Rescue“ beigetreten. Dies beschloss das Presbyterium einstimmig. Die Kirchengemeinde folgt damit einer Aufforderung des Kirchenkreises, die Hilfe für Flüchtlinge im Mittelmeer zu unterstützen. Auch sollen künftig Kollekten für diese Arbeit gesammelt werden.

Der Kirchenkreis Simmern-Trarbach war im Februar dem Seenotrettungsbündnis beigetreten, um so gemeinsam mit vielen anderen kirchlichen und nichtkirchlichen Partnern ein Zeichen zu setzen, dass bei allen flüchtlingspolitischen Debatten nicht aus dem Auge geraten dürfe, dass man Menschen nicht ertrinken lasse. Der Kirchenkreis hatte ebenso die Gemeinden gebeten, zu überlegen, wie auch sie die Arbeit des Seenotrettungsbündnisses unterstützen könnten.

„Auch unsere Gemeinde berührt das Schicksal der Menschen, die vor Krieg, Gewalt, Verfolgung, Armut und Klimawandel fliehen. Und auch in den Dörfern unserer Gemeinde haben viele Flüchtlinge bereits eine neue Heimat gewonnen. Mit dem Beitritt zu dem Seenotrettungsbündnis wollen wir dabei ein weiteres Zeichen setzen“, so Pfarrerin Ortrun Hillebrand, die Vorsitzende des Presbyteriums der Kirchengemeinde Zehn Türme.

Das Bündnis „United4Rescue“ war im Dezember 2019 auf Initiative der Evangelischen Kirche in Deutschland gegründet worden. Auslöser war eine Resolution auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag 2019 in Dortmund. Mittlerweile gehören dem Bündnis mehr als 500 Organisationen an. Das Schiff „Sea-Watch 4“, das dem Bündnis gehört, ist im Mittelmeer unterwegs, um Menschen aus Seenot zu retten. Am Ende der ersten Mission konnten so bereits mehr als 350 Menschen gerettet werden.